Fotoausstellung vom 19.08. - 04.09.2016 in den Räumen der ehemaligen Schlegel-Brauerei in Bochum

 Bilder von der Vernissage am 19.08.2016

Siehe auch hier:

www.urbexpo.eu

 

hier:

http://www1.wdr.de/kultur/kunst/urbexpo-bochum-sechzehn[...]

und hier:

https://www.trailer-ruhr.de/urbexpo-lost-places-fotografie-…

Kellerwelten, schmutzig und schön

31. August 2016

UrbExpo noch bis zum 4.9. in Bochumer Schlegel-Kellern zu sehen – Kunst 09/16

Die 5. Ausgabe der Foto-Ausstellung UrbExpo entführt seine Besucher an einen der verlorensten aller Lost Places: nach Tschernobyl, in die verstrahlte Geisterstadt Prypjat. Aber das sind nur einige der insgesamt 81 Fotografien von Einsamkeit an Enden der Welt, sehenswert ist jede einzelne. Und mit den Kellern des Schlegel-Hauses hat die UrbExpo nun auch endlich wieder eine angemessen urige Location gefunden.

 

Eine kleine Kellertreppe und ein charmant trashiger Leuchtpfeil laden in den ehemaligen Kühlkeller der Schlegel-Brauerei ein. Kühle, hellblaue Fliesen säumen die Wand, der Boden ist stellenweise schlecht verputzt oder beschädigt, an den Enden der Ausstellungsräume führen abgesperrte Gänge fort vom ausgeleuchteten Ausstellungsraum in die Finsternis. Die Gärbecken dahinter, die Untiefen der ehemaligen Brauerei und auch der Ausstellungsraum wären eigentlich selbst eine fotografische Entdeckungsreise wert. Aber die Fotos hier ziehen uns noch tiefer. Zum Beispiel unter die Wasseroberfläche der schottischen Bucht Scapa Flow, wo die Deutschen am Ende des Ersten Weltkriegs eine ganze Flotte selbst versenkten, damit sie den Engländern nicht in die Hände fiele. Stephan-Maria Aust fotografierte die maritime Unterwelt, algenbewachsene Wrackteile schimmern grünlich auf seinen Fotos. 

 

Verlorene Orte, das heißt auch: verloren gegangene Orte. Wie zum Beispiel das antike Palmyra, inzwischen vernichtet von den Schlächtern des Daesh (IS). Volker Rapp hat sie vor der Zerstörung auf Bild gebannt, jetzt kann ich vom Ausstellungs-Keller aus einen Blick in eine ermordete Vergangenheit wagen.

 

Einige der schönsten Fotos der UrbExpo finden sich in Nischen versteckt, zum Beispiel Nicole Staniewskis „Fairy Tale“. Das Motiv klassisch: ein seit Ewigkeiten verwaistes Wohnzimmer. Die Umsetzung: perfekt ausgeleuchtet, schummrig und geheimnisvoll. Märchenhaft ja, sofern Tideland und andere Tim Burton-Filme als Märchen durchgehen, denn Staniewskis Fairy Tale atmet den selben Geist: beunruhigend schön, unaufdringlich gruselig.

 

Dieses Jahr sind auf der UrbExpo viele Foto-Serien zu sehen. Eine gute Entscheidung, denn so kann man die Entdeckungsereise des Fotografen ein Stück weit begleiten: Hinein ins verlassene Sanatorium, zu gruseligen Apparaten und beunruhigenden Details wie zerschlissenen Bandagen, die einst den Wahnsinn mit Gewalt gebändigt hatten (Martinablau von Christin Güldner).

 

Und dann sind da noch die Bilder aus Prypjat, stumme Grüße aus der Todeszone: Die leeren, verrosteten Kinderbetten, das obligatorische Riesenrad, die gewaltige Abhöranlage Duma (imposant fotografiert von Jens-Joachim Margis). Dies sind nur Auszüge aus den Arbeiten der 25 Fotografen, die hier ausstellen. Bis Sonntag (4.9.) ist die Pforte zur Kellerwelt noch geöffnet.

 

UrbExpo | bis So 4.9. je 14 bis 20 Uhr, Sa & So: 12 bis 18 Uhr | Schlegel-Haus, Bochum | www.urbexpo.eu

Dominik Lenze

(Quelle: Trailer - Kultur.Kino.Ruhr)ur

(Quelle: 

 

DOMINIK LENZEDOMINIK LENZE

Fotoausstellung im Rahmen der Photo- und Adventure Messe in der Kraftzentrale des Landschaftspark Nord in Duisburg

11.06. - 12.06.2016  10:00 - 18:00 Uhr


urbEXPO 2015

 

31. Juli bis 30. August 2015

in den Räumen der ehemaligen Schlegel-Brauerei Bochum

Fotografieausstellung

Lost Places & Ästhetik des Verfalls

 

Siehe auch hier:

 

www.urbexpo.eu


 

 

urbEXPO 2014

 

8. bis 17. August 2014

Rotunde / Alter Bochumer Hbf

Fotografieausstellung

Lost Places & Ästhetik des Verfalls 

Siehe auch hier:

www.urbexpo.eu


Ausstellung Wandelwelten - Zauber der Zeit

im Rahmen der Ausstelllungsreihe KUNST IN DER HOHEN MÜHLE

Ausstellungseröffnung Samstag, 30. November 2013

Dauer: Samstag, 30.11.13 - Sonntag, 15.12.13, jeweils Samstags und Sonntags von 14:30 - 18:00 Uhr


Photokina 2012


fine-art-gallery-Photokina 2012
fine-art-gallery-Photokina 2012

photokina - World of Imaging 2012

 

Eins meiner Fotos  in der fine-art-gallery 2012 auf der Photokina in Köln.

 

Zu sehen am 4. Messe-Besuchstag, Freitag, den 21.09.2012.


Auf der Suche nach dem Zauber der Zeit

Zeitungsbericht in der NRZ am Freitag, den 05.10.2012

Landart

Auf der Suche nach dem Zauber der Zeit

   

Auf der Suche nach dem Zauber der Zeit
Schönheit und Verfall: Blick in eine vergessene Klinik in Italien.Foto:Nicole Staniewski

Uedem.   Nicole Staniewski aus Uedem liebt vergessene Orte. Mit ihrer „ganz normalen Spiegelreflexkamera“ fängt sie die Schönheit der Vergänglichkeit ein – am Niederrhein und anderswo

Es gibt sie noch: verwunschene Plätze, vergessene Orte, vom Leben gezeichnete und doch verlassene Stätten.

Oft sind die menschenlosen Häuser Ruinen, staubverpustete und holzwurmzerfriemelte Erinnerungen längst vergangener Tage, anderer Zeiten, keine Spur von Leben, seelenlos, düster, morbid... Oder ist da nicht doch ein gewisser Zauber, eine vorsichtige Ahnung von all dem, was hier einmal lebte, träumte, hoffte, oder einfach nur – da war?

Diese rote Treppe, die sich elegant und sanft in die höheren Etagen schwingt – die Farbe ist längst weggebröckelt, sie knierzt und knarrt und schwankt. Wer ist hier nicht schon alles gelaufen, wen hat sie nicht schon alle tragen dürfen, müssen? Oder dieser endlose Gang, zerbröselndes Mauerwerk, es riecht muffig und kalt, ein Fenster steht auf. Wer es wohl zum ersten Mal, wer es wohl zum letzten Mal schloss?...

„Wandelwelten“ nennt Nicole Staniewski das, was sie da „hobbymäßig“ mit ihrer Kamera einfängt. „Ich bin kein Profi, ich habe eine ganz normale Spiegelreflexkamera, nur eine kleine Ausrüstung und mache das eigentlich ja nur so für mich, zum Spaß.“ Und irgendwie gelingt es ihr dabei, die, nun sagen wir mal „andere Schönheit der Dinge“ einzufangen. Blaues Meer, weißer Strand, Postkartenidylle – nein, das ist nicht ihr Ding. Lieber dunkle Keller, verlassene Schlösser, ruinöse Maschinenräume...

„Nun, da ist dieser Zauber der Zeit, der mich fasziniert. Alle diese Dinge, die ihrer Ursprünglichkeit beraubt sind. Und die doch so traumhaft schön anzuschauen, zu erfahren sind.“

Todstill, gruselig, aber faszinierend

Ihre Motivstreifzüge führen die Uedemerin durch ganz Europa – mit Rucksack und Wanderstiefeln – immer auf der Suche nach lost places, verlorenen Orte. Ein versteckt liegendes, ehemaliges Sanatorium in der Schweiz, eine ausgestorbene Lungenheilanstalt in Italien, ein seit Generationen unbewohntes Château in Belgien, die todstillen Maschinenhallen des Kraftwerks Vockenrode.

Oder das Heimetli in der Schweiz, ein scheinbar über Nacht von seinen Bewohnern verlassenes kleines Häuschen irgendwo in den Schweizer Bergen. Seit Jahren unbewohnt, doch die Türen sind nicht verschlossen, das Nachthemd liegt ordentlich zusammengelegt auf dem Bett, die Hausschuhe davor, ein aufgeschlagenes Buch auf der Kommode. Das Licht kämpft sich mit seltsamen Mustern durch die Spinnwebenwände, an den Holzbeinen der Stühle haben sich zentimeterhohe Häufchen gebildet – die Arbeit von Generationen von Holzwürmern. „Fast wagt man nicht, zu atmen, alles ist still, erhaben.“

Nicole Staniewski weiß, dass ihr Hobby etwas, nun sagen wir, skurril, scheint. „Ich kann mich der seltsam-mitreißenden Atmosphäre dieser Orte gar nicht entziehen. Ich genieße die Stille, die Anwesenheit an solchen Orten und vor allem das Licht, das alles in unvergleichliche Stimmungen taucht. Ich möchte den Betrachter entführen in eine andere Welt, an Orte, die in tiefem Dornröschenschlaf schlummern, als wäre die Zeit stehengeblieben.“

Und doch, wenn man so ein düsteres, verlassenes Gemäuer betritt, so ganz wohl ist da auch Nicole Stanieswski nicht. „Ja klar, manchmal ist das echt auch gruselig. Manchmal spüre ich auch: Jetzt ist es Zeit zu gehen.“

Gibt es einen Lieblingsort? „Hm“, sagt die 47-Jährige. „Mehrere. Auf jeden Fall die Beelitz Heilstätten in Brandenburg. Unzählige Gänge und Flure, Räume über Räume, wundervolle Treppenhäuser, Auf- und Abgänge, nicht enden wollende Motive. Hier kann man sich verlieren, eintauchen, man kann sich verlieben in diese wundervolle Architektur.“

Und nach einer kleinen Pause mit einem Augenzwinkern: „Aber das kann man auch an Orten am Niederrhein.

Heike Waldor-Schäfer

 


WDR-Fernsehen

"Vergessene Orte" am Niederrhein - MEDIATHEK - WDR.de

Nicole Staniewski aus Uedem fotografiert Orte, die schon lange verlassen sind: Alte Krankenhäuser, Industrieruinen oder ein leerstehendes Schwimmbad. Die Fotos der Hobbyfotografin bekommen so einen morbiden Charme.

Ein Beitrag von Simone Lankhorst, 28.11.2012

 

 

 

Am 8.12.2012 bundesweite Ausstrahlung meines TV-Beitrages im Ländermagazin auf dem Fernsehsender 3Sat !

 

Am 23.12.2012 Ausstrahlung im WDR - Lokalzeit Ruhrgebiet


   Hier wird grade umgebaut !
Hier wird grade umgebaut !