Stadtbad Leipzig

Besuch: Juli 2015

 

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Im 19. Jahrhundert gab es in Leipzig bereits mehrere privat betriebene Hallenbäder, während die Stadt lediglich ein einfaches Bad mit Wannen, Duschen und einer Sauna betrieb. Dieses wurde 1906 geschlossen.

Im Jahr 1912 begann der Bau dieses im Jugendstil errichteten Gebäudes, welches über  zwei von einander getrennten Schwimmhallen für Männer und Frauen verfügte.  Die Männerschwimmhalle war mit 32 x 12 Metern etwas grösser als das Frauenbad und verfügte sogar über ein 3-Meter-Sprungbrett und auch über eine Wellenanlage für Wellen bis zu einem Meter - die erste in Europa in einem Hallenbad überhaupt! Es gab medizinisch-therapeutische Angebote wie Wannen-und Schwitzbäder und zwei getrennte Saunabereiche. Ein architektonischer Höhepunkt war die Damensauna im islamisch-maurischen Stil. Prächtige Säulen und Bögen, filigrane Muster mit Goldverzierungen sowie dekorative Wandmosaike zieren die Räumlichkeiten. 

Nach dem zweiten Weltkrieg konnte das Bad wieder in Betrieb genommen werden. In den 1980er -Jahren gab es umfangreiche Restaurierungen hauptsächlich im Inneren des Gebäudes. Dennoch musste das Stadtbad wegen baulicher Mängel im Juli 2004 schließen. Ein Vermarktungsversuch im Jahr 2007 fand keinen Investor. Mit Mitteln des Bundes aus dem Konjunkturpaket II erfolgte von  2010 bis 2012 die energetische Dachsanierung einschließlich der Gewölbedecken.

Gegen den weiteren Verfall haben die Kommunalen Wasserwerke Leipzig 2006 eine Förderstiftung in Leben gerufen, die sich für die Sanierung und Wiederbelebung des Bades einsetzt. Es werden sporadisch Veranstaltungen verschiedener Art in Teilen des Gebäudes durchgeführt. 

Seit dem 1. März 2013 besteht zwischen der Stadt Leipzig und der Förderstiftung ein unbefristetes Mietverhältnis. Die Privatisierungsabsicht besteht  weiterhin, wobei allerdings ein Weiterbetrieb als Stadtbad oder eine badeähnliche Nutzung zur Bedingung gemacht wird.

 

(Quelle: Wikipedia)

 


   Hier wird grade umgebaut !
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